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0 ist. Er kommt dadurch zustande, dass Männer im Allgemeinen größere Füße als
Frauen haben und gleichzeitig Positionen mit höheren Einkommen innehaben.
Gemeinsamkeitskorrelation Sie liegt vor, wenn zwei Merkmale durch ein drittes
beeinflusst werden. So ergibt sich beispielsweise rechnerisch eine positive Korrelation,
wenn man die Entwicklung des Storchenbestands in Deutschland mit der Entwicklung
der Geburtenrate vergleicht - obwohl allgemein bekannt sein dürfte, dass diese Grö-
ßen nicht kausal zusammenhängen. Die Korrelation wird durch einen Confounder -
nämlich die allgemeine zeitliche Tendenz - künstlich erzeugt. Sie beeinflusst gleicher-
maßen den Storchenbestand und die Geburtenrate und täuscht somit eine typische
Nonsens-Korrelation vor.
Wie diese Ausführungen belegen, reicht es in keinem Fall aus, einen Korrelations-
koeffizienten kritik- und kommentarlos als Maß für die Stärke eines Zusammenhangs
anzugeben. Auf zwei weit verbreitete Fehlinterpretationen sei an dieser Stelle hinge-
wiesen:
4
Ein betragsmäßig hoher Korrelationskoeffizient allein ist kein Beleg für eine
kausale Beziehung, sondern allenfalls ein Hinweis auf eine mögliche Kausalität.
Er besagt nichts darüber,
5
welches der beiden Merkmale das andere kausal bedingt,
5
ob die Merkmale wechselseitig aufeinander einwirken oder
5
ob möglicherweise beide Merkmale durch ein drittes beeinflusst sind.
4
Beim Vergleich zweier quantitativer Messverfahren ist ein hoher Korrelations-
koeffizient kein Beleg dafür, dass die Messergebnisse annähernd übereinstim-
men. Um dies zu beurteilen, sollte man die Differenzen mittels einer Bland-Alt-
man-Analyse untersuchen. Als grafische Darstellung eignet sich der Bland-Alt-
man-Plot, bei dem man die Mittelwerte ( x i + y i )/2 gegen die Differenzen
( x i - y i ) aufträgt.
Regressionsanalyse
5.3
Herleitung der Regressionsgeraden
5.3.1
Siehe auch 7 Anhang, Mathematische Abhandlung 5.2 .
Die Regressionsanalyse ist ein flexibles und häufig eingesetztes Verfahren, das in
der Medizin unter anderem für Ursachen- und Wirkungsanalysen und
Zeitreihenanalysen angewandt wird. Ihre Aufgabe besteht darin, eine mathematische
Gleichung herzuleiten, die die Art des Zusammenhangs zwischen zwei quantitativen
Merkmalen optimal beschreibt. Anhand dieser Gleichung lässt sich dann aus einem
bekannten Wert für das x -Merkmal ein entsprechender Wert für das y -Merkmal prog-
nostizieren.
 
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