Healthcare and Medicine Reference
In-Depth Information
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Abb. 4.3 Körpergewichte männlicher und weiblicher Studenten (abgewandeltes Säulen-
diagramm).
a Die y -Achse beginnt bei 0. Diese Darstellung vermittelt den Eindruck, der Unterschied zwi-
schen den Gruppen sei gering.
b Hier beginnt die y -Achse erst bei 40. Der Unterschied tritt dadurch deutlicher hervor als in a .
Anforderungen an die Stichproben
4.5.3
Die empirischen Kenngrößen haben eine doppelte Funktion: Einerseits beschreiben
sie die Charakteristika der Stichprobe, andererseits dienen sie als Schätzwerte für die
entsprechenden Parameter der Grundgesamtheit. Man kann freilich nicht erwarten,
dass die Kenngrößen der Stichprobe und die der Grundgesamtheit identisch sind oder
dass die empirisch ermittelte Verteilungsfunktion mit der Verteilungsfunktion der
Grundgesamtheit exakt übereinstimmt. In jedem Fall ist man jedoch daran interes-
siert, dass die empirischen Kenngrößen in brauchbarer Weise die Eigenschaften der
Grundgesamtheit beschreiben. Dazu muss die Stichprobe zwei Bedingungen erfüllen:
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Sie muss repräsentativ für die jeweilige Grundgesamtheit sein.
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Ihr Umfang muss hinreichend groß sein.
Bei einer sehr kleinen Stichprobe kann es vorkommen, dass einem der Zufall einen
Streich spielt und die empirischen Kenngrößen wesentlich beeinflusst, sodass die Ei-
genschaften der Grundgesamtheit verzerrt wiedergegeben werden. Dies kann bei einer
größeren Stichprobe nicht so leicht passieren; Ausreißer werden hier eher ausgegli-
chen. Daher leuchtet ein, dass eine große Stichprobe bessere Schätzungen ermöglicht
als eine kleine.
Andererseits bereitet eine umfangreiche Stichprobe in der Medizin oft erhebliche
Probleme. Deshalb sollte der Stichprobenumfang nicht größer sein als nötig. Die op-
timale Stichprobengröße muss daher vor der Datenerhebung festgelegt werden. Sie
hängt von zahlreichen Faktoren ab, unter anderem von den Skalenniveaus der Merk-
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