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Abb. 4.2 Box-Whisker-Plots bezüglich des Merkmals »Körpergewicht« (Daten aus
.
Tab. 2.2)
Box-Plots) besonders gut. Dabei wird jede Stichprobe durch eine rechteckige Box re-
präsentiert, die unten und oben (bzw. links und rechts) vom 1. und 3. Quartil begrenzt
wird. Innerhalb der Box wird der Median gekennzeichnet; der Mittelwert kann eben-
falls eingezeichnet werden (er muss nicht notwendigerweise in der Box liegen). Die
von der Box ausgehenden Striche (engl. »whisker« für Schnurrhaar) zeigen die Lage
des Minimums und des Maximums der jeweiligen Stichprobe an ( . Abb. 4.2 ).
Die Plots liefern Hinweise zu Lagemaßen (Mittelwerte, Mediane, Quartile, Maxi-
ma und Minima) und Streuungsmaßen (Spannweite, Quartilabstand). Sie enthalten
sogar Informationen bezüglich der Schiefe: Je weiter Mittelwert und Median vonei-
nander entfernt sind, desto schiefer ist die Verteilung. Als Darstellung eignet sich
ferner ein abgewandeltes Säulendiagramm, bei dem die Höhe einer Säule dem jewei-
ligen Mittelwert entspricht. Dabei kann die Standardabweichung als senkrechter Strich
auf eine Säule gesetzt werden ( . Abb. 4.3 ).
i Die Striche bei einem Box-Whisker-Plot können sich auch zwischen dem 10%- und
dem 90%-Perzentil oder dem 1%- und dem 99%-Perzentil erstrecken. Damit ver-
meidet man, dass die »whiskers« wegen eines Ausreißers extrem in die Länge ge-
zogen werden.
!
Cave
Eine grafische Darstellung sollte informieren und nicht manipulieren! Es
gibt zahlreiche Tricks, harmlose Effekte durch geschickte Grafiken zu dra-
matisieren. Wertvolle Hinweise dazu finden sich in Dubben u. Beck-Born-
holdt (2006; 7 Anhang). An dieser Stelle sei lediglich erwähnt, dass der
Wertebereich der Achsen dabei eine wichtige Rolle spielt ( . Abb. 4.3). Es
ist in jedem Fall wichtig, sich als Leser nicht nur von Grafiken beeindrucken
zu lassen, sondern zusätzlich einen Blick auf die Daten zu werfen.
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