Healthcare and Medicine Reference
In-Depth Information
kumentiert. Falls ein Datum nicht erhoben werden kann, ist dies mit Angabe von
Gründen zu vermerken. Zu einem späteren Zeitpunkt ist kaum noch nachvollziehbar,
warum eine Information fehlt - ob beispielsweise nur die Dokumentation vergessen
wurde (das sollte freilich nicht passieren), oder ob und warum ein Wert nicht gemes-
sen wurde. Für die statistische Analyse und die Interpretation der Ergebnisse sind
diese Informationen mitunter sehr wichtig.
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Tabelle Darin ordnet man die für die Analyse relevanten Daten übersichtlich an. Die
Tabelle stellt die Basis für alle nachfolgenden Analysemethoden und für die daraus
resultierenden Erkenntnisse dar. Sie wird üblicherweise mit einer Software (z. B. dem
Tabellenkalkulationsprogramm MS Excel) erstellt und enthält folgende Elemente:
4 Tabellenzeilen: Für jede Beobachtungseinheit ist eine eigene Zeile mit einer
eindeutigen Identifikationsnummer (ID) in der ersten Spalte reserviert. Patien-
tennamen oder Initialen sind - nicht zuletzt aus Gründen des Datenschutzes -
zur Identifikation ungeeignet.
4 Tabellenspalten: Jede Spalte enthält die Daten eines bestimmten Merkmals. An-
gaben dazu findet man in der ersten Tabellenzeile, dem sog. Tabellenkopf .
4 Tabellenblätter: Bei sehr umfangreichem Datenmaterial kann es zweckmäßig
sein, mehrere Tabellenblätter anzulegen. Untersucht man etwa Patienten im Rah-
men einer Längsschnittstudie zu mehreren Zeitpunkten, ist es übersichtlich, für
jeden Untersuchungszeitpunkt ein eigenes Tabellenblatt zu erstellen. Anhand der
Identifikationsnummer lassen sich die Daten korrekt miteinander verknüpfen.
4 Tabellenlegende: Ist die Tabelle Teil einer Publikation oder einer Dissertation,
sollte man zum Verständnis notwendige Informationen (Abkürzungen, Maßein-
heiten etc.) in der Legende oberhalb der Tabelle aufführen.
Oft enthält eine Tabelle in der letzten Zeile oder in der letzten Spalte Randsummen
(sog. Spalten- bzw. Zeilensummen), Mittelwerte oder Häufigkeiten. Falls es zweckmä-
ßig erscheint, kann sie nach einem oder mehreren Merkmalen sortiert sein.
.
Tab. 2.2 enthält die Daten von 8 Merkmalen, die bei 75 Studenten am Universi-
tätsklinikum Mannheim erfasst wurden. Neben Angaben zu Geschlecht, Körpergröße
und -gewicht, Rhesusfaktor und Blutgruppe wurden die Studenten nach ihrem Rau-
cherstatus und ihrer Einstellung zu homöopathischen Heilverfahren befragt. Außer-
dem wurden sie gebeten, die Anzahl von Weinbeeren in einem Glas zu schätzen (die
korrekte Anzahl betrug 60). Die Tabelle dient als Grundlage für diverse statistische
Analysen, die in den folgenden Kapiteln erläutert werden. Sie ist sortiert nach Ge-
schlecht und Körpergröße.
Charakteristische Eigenschaften der erhobenen Merkmale und deren Zusammen-
hänge treten - zumindest auf den ersten Blick - anhand einer Tabelle nicht in Erschei-
nung. Deshalb ist es erforderlich, die Daten anschaulich grafisch darzustellen und die
Merkmale quantitativ zu beschreiben. Dazu empfiehlt sich folgendes Vorgehen:
 
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