Healthcare and Medicine Reference
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Antwort auf diese Frage beruht auf sachlogischen Überlegungen und ist eng mit dem
jeweiligen Forschungsvorhaben verknüpft. Oft ist die entsprechende Grundgesamt-
heit fiktiv und lässt sich gar nicht konkret angeben. Man sollte sich in jedem Fall davor
hüten, allzu weit reichende Schlussfolgerungen zu ziehen, die sich hinterher als falsch
herausstellen könnten.
Aufgaben der deskriptiven Statistik
2.2
Aus dem Gesagten geht hervor, dass bei einer Stichprobenuntersuchung die statisti-
sche Analyse aus zwei Teilen besteht:
1.
Zunächst werden die Daten der Stichprobe ausgewertet mit dem Ziel, deren
charakteristische Eigenschaften zu beschreiben. Dies ist das Aufgabengebiet der
deskriptiven Statistik . Dazu zählen:
5
Zusammenfassen und Ordnen der Daten in Tabellen
5
Erstellen von Diagrammen
5
Ermitteln von Häufigkeiten und Berechnen charakteristischer Kenngrößen
oder Maßzahlen (z. B. Mittelwert und Standardabweichung; 7 Kap. 3 und
7
Kap. 4 )
Sind zwei oder mehrere Gruppen miteinander zu vergleichen (z. B. Therapiegruppen
bei einer klinischen Studie), sollte man zunächst jede einzelne Stichprobe separat be-
schreiben. Damit lässt sich bereits überblicken, ob und wie sich die Stichproben un-
terscheiden.
2.
Im nächsten Schritt versucht man dann mit Methoden der induktiven Statistik ,
die Ergebnisse aus den Stichproben zu verallgemeinern und statistisch abzusi-
chern. So gesehen, ist die deskriptive Statistik die Vorstufe zur induktiven Statis-
tik. Beide Teilbereiche sind zur Datenanalyse notwendig und ergänzen sich
( . Abb. 2.1 ).
Merkmale
2.3
Grundbegriffe
2.3.1
Merkmalsträger Dabei handelt es sich um die Personen oder Objekte der Stichprobe.
In der medizinischen Forschung sind dies meist Patienten, Probanden, Versuchstiere
oder Laborproben.
Beobachtungseinheiten Dies sind die kleinsten Einheiten, an denen Beobachtungen
 
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