Healthcare and Medicine Reference
In-Depth Information
einer anderen Ursache stirbt), oder wenn Tumoren erfasst werden, die sich ohne Screening
zurückbilden würden.
Zusammenfassend bleibt festzuhalten: Der Nutzen eines Screenings ist abhängig von der Präva-
lenz, der Art der Erkrankung sowie den verfügbaren gesundheitsökonomischen Ressourcen.
Darüber hinaus spielen Kriterien wie Sicherheit, Kosten, einfache Anwendung und Akzeptanz
eine wichtige Rolle. Leider ist die Durchführung randomisierter Studien, die den Nutzen belegen
könnten, aus verschiedenen Gründen problematisch: Diese müssten sehr viele Teilnehmer um-
fassen und etliche Jahre dauern, um verlässliche Ergebnisse zu erhalten. Nicht jeder Proband
wird gern den Zufall entscheiden lassen, ob er regelmäßig gescreent werden soll oder nicht. Da
die meisten potenziellen Teilnehmer den Nutzen eines Screenings kaum in Zweifel ziehen, mag
es schwierig sein, sie von der Notwendigkeit solcher Studien zu überzeugen.
Kapitelzusammenfassung
Gütekriterien eines diagnostischen Tests
4
Sensitivität: Wahrscheinlichkeit für positiven Befund bei Erkrankung
4
Spezifität: Wahrscheinlichkeit für negativen Befund bei Nichterkrankung
Vorhersagewerte
4
Positiver Vorhersagewert: Wahrscheinlichkeit, dass bei einem positiven Befund die
Krankheit vorliegt
4
Negativer Vorhersagewert: Wahrscheinlichkeit, dass bei einem negativen Befund die
Krankheit nicht vorliegt
Formen der Prävention
4
Primäre Prävention (um das Entstehen einer Krankheit zu verhindern)
Zielgruppe: gesunde Personen
4
Sekundäre Prävention (um eine Krankheit frühzeitig zu erkennen)
Zielgruppe: Personen ohne klinische Symptomatik
4
Tertiäre Prävention (um Folgeerscheinungen bei manifesten Krankheiten zu begrenzen)
Zielgruppe: manifest erkrankte Patienten
Bias bei Screenings
4
Freiwilligenbias
4
Lead Time Bias (bezüglich Überlebenszeit)
4
Length Time Bias (bezüglich Heilungschancen)
4
Bias durch Überdiagnose
Search Pocayo ::




Custom Search