Healthcare and Medicine Reference
In-Depth Information
.
Tab. 12.2 Übersicht: Studientypen
Studientypus
Einflussgrößen
Zielgrößen
Im Text in
Risikostudie
Risikofaktoren (z. B.
Umweltfaktoren, geneti-
sche oder verhaltens-
bedingte Faktoren)
Krankheit, Tod
7 Kap. 13
Diagnose-
studie
Krankheitsstatus
Ergebnis eines diag-
nostischen Tests
7 Abschn. 14.1
Präventions-
studie
präventive Maßnahme
(Impfen oder Screening)
Krankheit
7 Abschn. 14.2
Therapiestudie
Therapieform (Arznei,
chirurgisch Eingriff, Diät)
Wirkung einer
Therapie
7 Abschn. 15.1
Prognose-
studie
Krankheit oder andere
prognostische Faktoren
Endzustand (Heilung,
Remission, Progres-
sion, Tod); Zeit bis
zum Eintreten eines
Ereignisses
7 Abschn. 15.2
werden, ermöglicht eine effizientere Datenanalyse. Für dessen technische Umsetzung
ist ein leistungsstarkes Statistikprogramm notwendig. Bei der Datenanalyse und der
Interpretation der Ergebnisse sind sowohl medizinische als auch biomathematische
Fachkenntnisse gefragt.
Ethik Nicht alles, was unter statistischen Gesichtspunkten sinnvoll und machbar ist,
ist auch ethisch vertretbar. Deshalb müssen Studien, bei denen Patienten oder gesun-
de Probanden involviert sind (insbesondere randomisierte herapiestudien), von
einer Ethikkommission begutachtet werden.
Logistische Überlegungen Ist die Studie unter den vorgegebenen Bedingungen
durchführbar? Stehen genügend Ressourcen an Zeit, Geld, Personal etc. zur Ver-
fügung? Kann die Anzahl der benötigten Patienten in absehbarer Zeit rekrutiert wer-
den? Sind die notwendigen Messgeräte vorhanden und funktionieren sie ein-
wandfrei?
Planungsfehler können zu einem späteren Zeitpunkt kaum noch korrigiert wer-
den. Deshalb ist es extrem wichtig, die oben angesprochenen Fragen im Vorfeld zu
klären.
 
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