Healthcare and Medicine Reference
In-Depth Information
Die durchschnittliche Lebenszeit (oder Lebenserwartung ) eines Neugeborenen lässt sich
schätzen als:
ω
1
=+
1
2
(12.2)
e
A
0
x
A
0
x
1
Die Lebenserwartung eines x -Jährigen berechnet sich analog als:
ω
1
2
1
=
(12.3)
e x
=+
A
y
A
x
yx
1
Die Verteilungsfunktion F ( x ) gibt den relativen Anteil der Lebendgeborenen an, deren Sterbe-
alter kleiner als x ist:
x
(12.4)
Fx
()
=−
1
fur
0
≤ ≤
x
ω
0
Die Sterbetafel in
Tab. 12.1 beinhaltet - getrennt für männliche und weibliche Personen - die
Lebenserwartungen zu Beginn des 20. Jahrhunderts im damaligen Deutschen Reich. Bei neue-
ren Sterbetafeln sind nicht alle Sterbeziffern und Lebenserwartungen exakt (da viele Personen,
deren Lebenserwartung aufgelistet ist, noch leben). Sie werden aufgrund von Erfahrungswerten
aus vergangenen Jahren geschätzt.
Wie
.
Tab. 12.1 zu entnehmen ist, war zu Beginn des 20. Jahrhunderts die Säuglingssterblichkeit
sehr hoch. Nach dem 2. Lebensjahr sank die altersspezifische Mortalität, um nach dem 20. Le-
bensjahr wieder kontinuierlich anzusteigen. Aufgrund der geringen Säuglingssterblichkeit und
besserer medizinischer Versorgung sehen aktuelle Sterbetafeln ganz anders aus. Nach wie vor
stellen Sterbetafeln eine Planungsgrundlage in Politik und Versicherungswesen dar.
.
12
Fehlerquellen
12.5
Sowohl zufällige als auch systematische Fehler können das Ergebnis einer Studie un-
genau werden lassen oder gar verzerren und damit zu nichtadäquaten Schlussfolge-
rungen verleiten. Systematische Fehler werden auch Bias genannt.
12.5.1 Zufällige Fehler
Zufällige Fehler (»random errors«) tragen dazu bei, dass Schätzungen unpräzise wer-
den. Sie entstehen durch nichtverzerrende Störgrößen, die neben den erklärenden
Einflussgrößen ebenfalls auf die Zielvariable einwirken. Dadurch werden möglicher-
weise bestehende Zusammenhänge nicht aufgedeckt oder Gruppenvergleiche er-
schwert. Diese Fehler sind durch die Variabilität der Studienteilnehmer bedingt. Man
unterscheidet:
 
Search Pocayo ::




Custom Search