Healthcare and Medicine Reference
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Entscheidungen; dies erfordert eine enge Kooperation mit Politikern. Seit den 1990er
Jahren ist in Deutschland Public Health (Gesundheitswissenschaften) als wissen-
schaftliche Disziplin etabliert. Die Vertreter dieses Fachs setzen die Erkenntnisse aus
epidemiologischen Studien um, um die Gesundheit breiter Bevölkerungsschichten
umfassend zu fördern und nachhaltig zu verbessern. Schließlich spielt die Biomathe-
matik eine wichtige Rolle: Statistische Analysen sind ein unentbehrliches Hilfsmittel,
um Zusammenhänge aufzudecken und Kausalitäten nachzuweisen.
!
Cave
Der Inhalt von 7 Teil IV ( 7 Kap. 12 bis 7 Kap. 15) bezieht sich nicht nur auf
groß angelegte epidemiologische und klinische Studien, sondern ist auch
für kleinere Forschungsvorhaben (etwa Doktorarbeiten) relevant.
Inhalt epidemiologischer Studien
12.2
Epidemiologische Studien lassen sich nach inhaltlichen Aspekten in folgende Grup-
pen einteilen ( . Tab. 12.2 ):
4
Risikostudien ( 7 Kap. 13 )
4
Diagnosestudien ( 7 Abschn. 14.1 )
4
Präventionsstudien ( 7 Abschn. 14.2 )
4
Therapiestudien ( 7 Abschn. 15.1 )
4
Prognosestudien ( 7 Abschn. 15.2 )
Risikostudien Diese sollen klären, welche ätiologischen Faktoren das Auftreten einer
Krankheit kausal beeinflussen. Sie können retrospektiv als Fall-Kontroll-Studie oder
prospektiv als Kohortenstudie durchgeführt werden. In jedem Fall handelt es sich um
Beobachtungsstudien.
Diagnosestudien Ihr Gegenstand sind diagnostische Tests, die dazu dienen, er-
krankte von nichterkrankten Personen zu trennen. Ihr Ziel besteht darin, die Sensiti-
vität und Spezifität eines diagnostischen Verfahrens zu ermitteln.
Präventionsstudien Sie haben zum Ziel, den Nutzen einer präventiven Maßnahme
(z. B. einer Impfung oder eines Früherkennungsprogramms) zu evaluieren.
Therapiestudien Im weiteren Sinne zählen zu epidemiologischen Studien auch he-
rapiestudien, die allerdings meist nicht als beobachtende, sondern als randomisierte
klinische Studien durchgeführt werden. Dabei werden mehrere Patientengruppen,
die unterschiedlich therapiert werden, miteinander verglichen. Diese Studien haben
experimentellen Charakter.
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