Healthcare and Medicine Reference
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Kenngröße mit einem vorgegebenen Sollwert verglichen ( 7 Beispiel 9.1 ). Mehrere
Stichproben werden bezüglich eines bestimmten Parameters (z. B. des Mittelwerts)
miteinander verglichen. In diesem Buch werden hauptsächlich Ein- und Zwei-Stich-
proben-Tests behandelt.
Art der Stichproben Zwei oder mehrere Stichproben können verbunden oder unver-
bunden sein:
4 Verbundene (oder abhängige ) Stichproben haben immer denselben Umfang;
zwei verbundene Stichproben werden auch paarig genannt. Jeder Wert der einen
Stichprobe bildet mit einem Wert der anderen Stichprobe inhaltlich ein Paar.
Verbundene Stichproben liegen z. B. vor, wenn ein bestimmtes Merkmal im
Laufe einer Therapie an Patienten zu mehreren Zeitpunkten erfasst wird.
4 Unverbundene (oder unabhängige ) Stichproben sind bezüglich ihrer Beobach-
tungseinheiten unabhängig voneinander; ihre Umfänge können unterschiedlich
sein. Solche Stichproben treten bei klinischen Studien auf, in denen mehrere The-
rapien an unterschiedlichen Patientengruppen angewandt und verglichen werden.
Funktion des Tests Diesbezüglich lassen sich Tests einteilen in:
4 Lagetests zum Vergleich von Lagemaßen
4 Dispersionstests zur Prüfung von Streuungsmaßen
4 Wahrscheinlichkeitstests zum Vergleich einer relativen Häufigkeit mit einer
vorgegebenen Wahrscheinlichkeit
4 Homogenitätstests zum Vergleich mehrerer Stichproben bezüglich einer Häu-
figkeitsverteilung
4 Unabhängigkeitstests , um die Unabhängigkeit zweier Merkmale zu überprüfen
4 Anpassungstests zum Vergleich einer empirischen Verteilung mit einer theore-
tischen (z. B. Normalverteilung)
4 Tests zum Vergleich von Überlebenszeitkurven
Prüfgrößen Danach unterscheidet man t -Tests, Rangsummentests, Vorzeichentests,
Chi 2 -Tests, Binomialtests etc.
In 7 Kap. 10 und 7 Kap. 11 werden Tests behandelt, die sich zum Nachweis einfa-
cher Zusammenhänge eignen. Damit wird das Basiswissen vermittelt, das zum Ver-
ständnis komplexerer Verfahren erforderlich ist. Zu diesen zählen Mehrstichproben-
tests und multiple Testmethoden , die den Zusammenhang zwischen einer Zielgröße
und mehreren Einflussgrößen untersuchen. Es würde den Rahmen dieses Buches
sprengen, derlei Verfahren ausführlich zu behandeln. Interessierten Lesern seien An-
dreß et al. (1997), Backhaus et al. (2011), Bortz u. Schuster (2010), Fahrmeir et al.
(2009) sowie Sachs u. Hedderich (2009) empfohlen ( 7 Anhang ).
.
Tab. 9.3 fasst die Informationen zu statistischen Tests in einer Übersicht zusam-
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